8 einfache Schritte in eine gesunde und schadstoffarme Schwangerschaft

8 einfache Schritte in eine gesunde und schadstoffarme Schwangerschaft

Häufig werde ich im Rahmen meiner Arbeit als Baby Planner und Greenproofer gefragt, was man selbst und ohne großen und kostenintensiven Aufwand tun kann, um eine gesunde Umgebung für sich selbst und den heranwachsenden Nachwuchs während der Schwangerschaft zu schaffen. Die Antwort ist: Viel! Diese 8 einfache Schritte helfen, schon eine gesündere und schadstoffarme Umgebung zu schaffen:

1. Pflanzen
Bestücke Dein Zuhause mit Pflanzen. Die Luft in geschlossenen Räumen, wie der Wohnung, ist fünf mal so verschmutzt, wie die Luft im Freien. Pflanzen können Benzole, Formaldehyde und anderen Chemikalien in der Luft signifikant reduzieren, die von Klebern Farben, Möbeln, Teppichen, Sperrholz und vielen anderen Teilen in der Wohnung freigesetzt werden. Platziere 1-2 Pflanzen in jeden Raum, vor allem aber in den Räumen, in denen Du Dich voranging aufhältst (und im Kinderzimmer, falls schon vorhanden)

2. Öffne die Fenster
Auch wenn Du nicht das ganze Jahr über die Fenster dauerhaft offen halten kannst, versuche, sobald es das Wetter zulässt, die Fenster zu öffnen und (egal zu welcher Jahreszeit) regelmäßig und mindestens zwei mal am Tag zu lüften. Somit können die toxischen Schadstoffe und Gase entfliehen und saubere Luft diese ersetzen. Frische Farbe und andere Chemikalien sollten übrigens in der Schwangerschaft vermieden werden.

3.Vermeide Sprays jeglicher Art
Vom Haarspray über Febreze bis zum Deo – nahezu alle Sprays enthalten Chemikalien, denen eine Verbindung zu Brustkrebs, Geburtsdefekten und einer langen Liste anderer Gesundheitsprobleme nachgesagt werden. Die darin enthaltenen Chemikalien gelangen in ihren Körper und können nur schwer bis gar nicht wieder eliminiert werden. Sprühe also keine dieser Sprays an oder in die Nähe Deines Körpers oder den des Babys.

4. Stelle Deine eigenen Putzmittel zusammen
Für günstige, ökologische und schadstoffarme Putzmittel brauchst Du nicht mehr als Essig Backpulver und Zitrone. Damit kann man nahezu alles im Haushalt sauber kriegen, Geld sparen und – am allerwichtigsten – Schadstoffe vermeiden, die in den handelsüblichen Putzmitteln enthalten sind.

5. Wechsel Deine persönlichen Pflegeprodukte
Bei Produkten, wie Make-Up, Shampoo, Seife, Zahnpasta und Lotion, solltest Du von nun an zu Naturkosmetik greifen. Wichtig ist, dass Du keine schädlichen Stoffe, wie Parabene, Phthalate, Triclosan, Propene, Glycol o.ä. enthalten. Diese Chemikalien werden u.a. mit Krebs, Fruchtbarkeitsstörungen und endokrinen Störungen in Verbindung gebracht.

6. Filter Dein Wasser
Deutsches Wasser hat an sich schon eine gute Qualität und wird sehr engmaschig geprüft, trotzdem hat es ganz unterschiedliche Qualitäten je nach Region. So gibt es auch hier noch Spielraum für eine bessere Qualität. Um diese zu erlangen, kannst Du Dir Wasserfilter anschaffen. Achte hier darauf, dass das Filtersystem sowohl Schadstoffe als auch Fluoride herausfiltern kann.

7. Eliminiere Plastik aus Deinem Leben
Plastik ist eines der Dinge, die grundsätzlich vermieden werden sollten – vor allem aber in der Schwangerschaft und mit einem Baby, da sie häufig künstliche Hormone und Weichmacher enthalten. Aufgenommen werden diese durch die Atmung, die Nahrung, die Haut und den Mund. Besonders wichtig ist, das Weglassen von Plastik bei der Zubereitung und Lagerung von Essen und Trinken. Statt Plastik kann man Glas, Keramik oder Edelstahl für Becher, Tassen, Flaschen, Besteck, Schüsseln, Boxen etc nutzen. Vor allem ist aber wichtig, dass keine Weichmacher im Plastik sind und Du nie, wirklich nie, etwas in Plastik erhitzt!

8. Kaufe Second Hand ein
Second Hand ist nicht nur eine preislich sinnvolle Alternative zum Neukauf, sondern kann auch eine gesündere Alternative sein. So konnten Second Hand Produkte schon über einen langen Zeitraum entlüften und giftige Gase entfliehen bzw. wurden durch mehrfaches Waschen von Schadstoffen weitestgehend befreit. So dünsten beispielsweise Matratzen (z.B. flammenhemmende Stoffe, Gase) auch noch lange nach dem Kauf aus. Es sollte beim Second Hand Kauf immer auf Schimmel, Hausstaubmilben und Bleifarbe (bei älteren Möbelstücken) geachtet werden. Wichtig ist natürlich, zu überprüfen, ob die Sachen gut erhalten und gepflegt wurden und aus welchen Bestandteilen (Echtholz, Sperrholz, organische Stoffe, Kleber, Farben etc.) sie hergestellt wurden.

Wie Ihr seht, ist der Trend „green” zu sein und damit bewusster auf Schadstoffe in der Umgebung zu achten bzw. mit ihnen richtig umzugehen nicht teuer oder aufwendig. Probiert es einfach mal aus und ihr werdet schnell merken, dass es richtig gut tun kann.

Spannende Links dazu sind:

Gesund wohnen
Kosmetik-Check
Textil-Label unter der Detox-Lupe
Gesundes Raumklima
Putzen ohne Gift
Innenluftqualität und Gesundheit

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *